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Montag, 1. Januar 2018

Caspar David Friedrich Kalender am 1. Januar: Leiden an Dresden

Caspar David Friedrich: Hügel und Bruchacker bei Dresden.
1824, Öl auf Leinwand, 22,2 x 30,5 cm, Hamburger Kunsthalle

Am 1. Januar 1824 schrieb Caspar David Friedrich in Dresden an seinen Bruder Adolf in Greifswald über seine schlechten Aussichten für das begonnene Jahr.

Lieber Bruder
Wenige Stunden des neuen Jahres sind bereits vorüber, ich will wünschen daß Du und ihr meine Brüder alle mit frohen Blick in das neue Jahr hinein schauen möget als ich.

Die bescheidenen Aussichten waren vor allem finanzieller Art, die sich jedoch bald besser sollten. Vorerst belasteten den Maler sogar die sächsischen Neujahrsbräuche, über die er in dem Brief schreibt:

Das ekelhaft für Geld Glück zu neuen Jahr zu wünschen ist hier noch sehr üblich und kostet mir heute so viele ich auch mit leeren Händen gehen lasse wenigstens 2 Thaler: Ich sollte wohl auch heute nach Sitte und gebrauch zu meinem Vorgesetzten [Generaldirektor der Sächsischen Kunstakademien Heinrich Graf Vitzthum von Eckstädt] gehen, aber es ist mir nicht möglich. 

Friedrich als Maler der Seele hat sich in solchen Situationen in seinen Bildern abreagiert. Da es ihm in Dresden öfters nicht gut ging, stellte er die Stadt nie in einem heiteren oder verträumten Panorama wie etwa Greifswald oder Neubrandenburg da. 1824 hat er Anfang Januar Dresden hinter einem Hügel mit Bruchacker verschwinden lassen. Dass dies kein  Winterbild geworden ist, hängt mit dem milden Wetter zusammen, über das er im Brief schreibt:

Bis jetzt haben wir sehr gelinde Witterung gehabt diesen Morgen hatten wir 6 Grad 0 R und 7 Grad unter 0 ist die große Kälte so wir gehabt. 

[6 Grad über 0 Reaumur = 7,5 Grad Celsius]

Samstag, 31. Dezember 2016

Caspar David Friedrich Kalender am 1. Januar 2017: Leiden an Dresden

Caspar David Friedrich: Hügel und Bruchacker bei Dresden.
1824, Öl auf Leinwand, 22,2 x 30,5 cm, Hamburger Kunsthalle

Am 1. Januar 1824 schrieb Caspar David Friedrich in Dresden an seinen Bruder Adolf in Greifswald über seine schlechten Aussichten für das begonnene Jahr.

Lieber Bruder
Wenige Stunden des neuen Jahres sind bereits vorüber, ich will wünschen daß Du und ihr meine Brüder alle mit frohen Blick in das neue Jahr hinein schauen möget als ich.

Die bescheidenen Aussichten waren vor allem finanzieller Art, die sich jedoch bald besser sollten. Vorerst belasteten den Maler sogar die sächsischen Neujahrsbräuche, über die er in dem Brief schreibt:

Das ekelhaft für Geld Glück zu neuen Jahr zu wünschen ist hier noch sehr üblich und kostet mir heute so viele ich auch mit leeren Händen gehen lasse wenigstens 2 Thaler: Ich sollte wohl auch heute nach Sitte und gebrauch zu meinem Vorgesetzten [Generaldirektor der Sächsischen Kunstakademien Heinrich Graf Vitzthum von Eckstädt] gehen, aber es ist mir nicht möglich. 

Friedrich als Maler der Seele hat sich in solchen Situationen in seinen Bildern abreagiert. Da es ihm in Dresden öfters nicht gut ging, stellte er die Stadt nie in einem heiteren oder verträumten Panorama wie etwa Greifswald oder Neubrandenburg da. 1824 hat er Anfang Januar Dresden hinter einem Hügel mit Bruchacker verschwinden lassen. Dass dies kein  Winterbild geworden ist, hängt mit dem milden Wetter zusammen, über das er im Brief schreibt:

Bis jetzt haben wir sehr gelinde Witterung gehabt diesen Morgen hatten wir 6 Grad 0 R und 7 Grad unter 0 ist die große Kälte so wir gehabt. 

[6 Grad über 0 Reaumur = 7,5 Grad Celsius]

Montag, 16. Mai 2016

Caspar David Friedrich Kalender am 17. Mai 2016: Wie lieblich sind deine Wohnungen

Caspar David Friedrich: Hügel und Bruchacker bei Dresden.
1824, Öl auf Leinwand, 22,2 x 30,5 cm, Hamburger Kunsthalle

Netzfundstück im Mai: Robert Shaw hat mit dem Atlanta Symphony Orchestra and Chorus zu
Wie lieblich sind deine Wohnungen aus Ein deutsches Requiem, Op. 45. von Johannes Brahms Bilder von Caspar David Friedrich gestellt und bestätigt die Ahnung, dass dieses Werk des Malers selbst eine Art Requiem verkörpern könnten.

Hier das Video:



Freitag, 1. Januar 2016

Caspar David Friedrich Kalender am 1. Januar: Leiden an Dresden

Caspar David Friedrich: Hügel und Bruchacker bei Dresden.
1824, Öl auf Leinwand, 22,2 x 30,5 cm, Hamburger Kunsthalle

Am 1. Januar 1824 schrieb Caspar David Friedrich in Dresden an seinen Bruder Adolf in Greifswald über seine schlechten Aussichten für das begonnene Jahr.

Lieber Bruder
Wenige Stunden des neuen Jahres sind bereits vorüber, ich will wünschen daß Du und ihr meine Brüder alle mit frohen Blick in das neue Jahr hinein schauen möget als ich.

Die bescheidenen Aussichten waren vor allem finanzieller Art, die sich jedoch bald besser sollten. Vorerst belasteten den Maler sogar die sächsischen Neujahrsbräuche, über die er in dem Brief schreibt:

Das ekelhaft für Geld Glück zu neuen Jahr zu wünschen ist hier noch sehr üblich und kostet mir heute so viele ich auch mit leeren Händen gehen lasse wenigstens 2 Thaler: Ich sollte wohl auch heute nach Sitte und gebrauch zu meinem Vorgesetzten [Generaldirektor der Sächsischen Kunstakademien Heinrich Graf Vitzthum von Eckstädt] gehen, aber es ist mir nicht möglich. 

Friedrich als Maler der Seele hat sich in solchen Situationen in seinen Bildern abreagiert. Da es ihm in Dresden öfters nicht gut ging, stellte er die Stadt nie in einem heiteren oder verträumten Panorama wie etwa Greifswald oder Neubrandenburg dar. 1824 hat er Anfang Januar Dresden hinter einem Hügel mit Bruchacker verschwinden lassen. Dass dies kein Winterbild geworden ist, hängt mit dem milden Wetter zusammen, über das er im Brief schreibt:

Bis jetzt haben wir sehr gelinde Witterung gehabt diesen Morgen hatten wir 6 Grad 0 R und 7 Grad unter 0 ist die große Kälte so wir gehabt. 

[6 Grad über 0 Reaumur = 7,5 Grad Celsius]